Selbstreguliertes Lernen

Das Thema: Selbstreguliertes Lernen- nüchtern betrachtet

In diesem Beitrag gehe ich den Fragen nach: Was versteht man eigentlich unter selbstreguliertem Lernen?   

Die Fähigkeit des selbstregulierten Lernens wird allgemein als eine Voraussetzung zum lebenslangen Lernen gesehen. In einer durch die Digitalisierung angetriebenen und sich permanent verändernden Welt, ist es wichtig, über ein Lernverhalten zu verfügen, dass nicht immer durch einen Lehrer*in angeleitet werden muss. Dies erfordert vom Lerner viel Eigeninitiative und Disziplin. Das selbstregulierte Lernen spielt hierbei eine Schlüsselrolle.  

Damit verbunden ist, dass Lernende über verschiedene Strategien zum Aneignen von Wissen verfügen, die sie je nach Situation wieder abrufen können. Zum Thema Lernstrategien habe ich bereits einen Beitrag verfasst, den findet ihr hier.

Das selbstregulierte Lernen geht jedoch über die Verfügbarkeit und das Wissen von Lernstrategien hinaus. Im Folgenden zeige ich drei wesentliche Komponenten, die für das selbstregulierte Lernen wichtig sind.  

 

Die kognitive Komponente: Sie betrifft die Informationsverarbeitung, das konzeptionelle und strategische Wissen sowie die Fähigkeit, entsprechende Strategien anzuwenden.

  • Kann ich den Lernstoff gut verarbeiten? 
  • Kann ich Lernstrategien anwenden? 
  • Kann ich bereits vorhandenes Wissen mit Neuem verknüpfen? 

Motivationale Komponente: Sie umfasst Aktivitäten, die der Initiierung (Z.B. Selbstmotivierung) und dem Aufrechterhalten des Lernens dienen, sowie handlungsförderne Attribution von Erfolgen und Misserfolgen (keiner kann beim Sport immer gewinnen) und die Selbstwirksamkeitsüberzeugung. 

  • Weiß ich, warum ich das lerne? 
  • Wie kann ich mich selbst motivieren? 
  • Mit was belohne ich mich? 
  • Was habe ich in der Vergangenheit schon geschafft? 
  • Welche Fehler habe ich gemacht und wie kann ich daraus lernen? 

Die metakognitive Komponente: Sie beinhaltet die Planung, Selbstbeobachtung, Reflexion und adaptive Anpassung des Lernverhaltens in Bezug auf das angestrebte Lernziel.  

  • Wann fange ich an zu arbeiten? 
  • Was erledige ich zuerst? 
  • Wann mache ich Pausen? 
  • Was habe ich heute gelernt? 
  • Was hilft mir, damit ich zu meinem Ziel komme? 

Was versteht ihr unter dem Begriff? Konntet ihr damit vorher schon etwas anfangen? Was sind Eure Erfahrungen aus Schule und Weiterbildung? Wurdet ihr mit dem Thema vertraut gemacht?

Literatur:

Pädagogische Psychologie; Elke Wild & Jens Möller Hrsg. 3. Auflage 2018 

http://www.Lehrbuch-psychologie.springer.com 

Psychologie für den Lehrerberuf Detlkef Urhahne, Markus Dresel & Frank Fischer Hrsg. 2020 

http://www.Lehrbuch-psychologie.springer.com 

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