„Ich bin ja so stolz auf Dich!“ ist ein kurzer Satz mit immenser Wirkung. Kleine strahlende Augen schauen uns in diesem Moment vom Rande des Schreibtisches entgegen. Eine gelungene Kommunikation zwischen Eltern und Kind fördert nicht nur das Kind beim Lernen und Wachsen, sondern schont auch die Nerven aller Lernparteien. Hierzu bedarf es ein paar wichtiger Regeln und Kriterien, die wir euch hier vorstellen wollen.

Klare Absprachen treffen
- Erwartungen an das Kind klar formulieren. Sagen was man vom Kind möchte, nicht was es nicht tun soll.
- Den Sinn bzw. Nutzen einer Aufgabe aufzeigen.
- Belohnungen bzw. negative Konsequenzen besprechen.
- Erarbeiten, was motivierend sein kann.
- Erinnerungshilfen und Eselsbrücken besprechen und wo man sich bei Schwierigkeiten Hilfe holen kann.
Konkrete und realistische Lernziele gemeinsam festlegen
- Gute Ziele sind: Konkret, realistisch, werden in einem festgelegten Zeitrahmen erreicht, werden eigenverantwortlich verfolgt, können durch einen Maßnahmenplan erreicht werden.
- Teilziele formulieren und wie diese erreicht werden können.
- Wege zum Ziel klar strukturieren.
- Pausen und Belohnungen einbauen.
- Den Glauben an den eigenen Lernerfolg stärken.
- Lerntagebücher helfen, den Lernprozess festzuhalten und Zwischenerfolge zu verdeutlichen.


Stärken finden !!!
- Neu erlernte Fähigkeiten und neuentdeckte Stärken festhalten.
- Bei Demotivation oder Zweifel auf Stärken verweisen.
- Gründe suchen, warum man erfolgreich sein wird. (auf vorherige Erfolge hinweisen)
- Dem Kind zeigen, dass man an es glaubt.
Erfolge würdigen
- Zielerreichung belohnen und mit dem Kind feiern.
- Fortschritte und kleine Erfolge direkt loben.
- Erfolge schriftlich als Tagebuch festhalten.

Das Selbstkonzept stärken und positive “Kopfbewohner” nutzen
“Kopfbewohner” sind Gedanken in unserem Kopf, die wir über uns haben. Sie können uns motivieren oder demotivieren. Es ist hilfreich, die guten Kopfbewohner zu nutzen.
| Gute Kopfbewohner | Schlechte Kopfbewohner |
| Freunschaftliche: “Du schaffst das. Du bist stark.” | Demotivierend Mahnende: “Sei lieber vorsichtig. Du könntest dich blamieren.” |
| Motivierend Mahnende: “Probiere mal etwas Neues aus.” | Träge: “Lass bleiben. Viel zu anstrengend.” |
| Bösartige: “Du Loser! Du Schwächling.” |
Literatur:
Staatliches Schulamt für den Landkreis Groß- Gerau und den Main- Taunus- Kreis (2020). Lernmotivation. Empfehlungen für Eltern aus schulpsychologischer Sicht https://schulaemter.hessen.de/sites/schulaemter.hessen.de/files/3.%20Eltern_Lernmotivation_Schulpsychologie%2003.20_0.pdf
Vielleicht könnt ihr euch selbst für eine Woche ein Ziel setzen….Herrschen bei euch klare Absprachen? Lobt ihr eure Kinder regelmäßig? Schaut ihr euch gemeinsam an, was schon erreicht wurde oder fokussiert ihr eher die Mängel?


Hinterlasse einen Kommentar